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(Notiz-)Bücher vs. Apps und digitale Geräte

Wir Buchbinder*innen hören öfter mal den Satz: „Benutzt/liest/kauft denn überhaupt noch jemand Bücher?“

... denn es gibt ja für so gut wie alles eine App und digitale Geräte. Deshalb hören wir uns natürlich auch in der anderen Richtung aufmerksam um und unser Fazit lautet: mit Nichten sind „echte“ Bücher aus Papier und Pappe „out“ oder nicht mehr zeitgemäß! 

Wir trauen uns sogar zu sagen, dass Bücher inzwischen (wieder) einen neuen, etwas anderen Stellenwert erlangt haben. 

In der heutigen Zeit verbringen viele von uns täglich mehrere Stunden oder sogar den gesamten Arbeitstag am PC oder mit mobilen Endgeräten, sprich: wir assoziieren dies dann auch entsprechend mit Arbeit.

Wahrscheinlich wertschätzen wir deshalb inzwischen umso mehr das visuelle und haptische Erlebnis, sobald wir ein gebundenes Buch in Händen halten oder auf echtem Papier schreiben, weil es unser Leben auf angenehme Weise entschleunigt. 

Genauso gibt es aber auch Menschen, die ein herkömmliches Notizbuch immer noch bevorzugen oder parallel benutzen, weil sie ihre Gedanken darin sortieren und buchstäblich festhalten können, ohne in einer undurchdringlichen Zettelwirtschaft zu landen. 

 

Alles, was man mal flüchtig im Buch notiert oder gezeichnet hat, geht nicht verloren und ist auch viel später noch leicht auffindbar. 

Wenn man dann obendrein noch aktiv (also mit einem Stift auf Papier) Dinge streichen kann, die erfolgreich erledigt sind, kann das ausserordentlich guttun, im Gegensatz zu einem schnellen Swipe in den virtuellen Papierkorb. 

Möglicherweise ist es auch gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig, neben den vielen kleinen, schnellen, leichten Dingen auch etwas Greifbares zu haben, das nicht nur in einer Cloud existiert. 

Gerade die emotionalen Momente mit „echten“ Büchern sind nicht so leicht zu ersetzen, was wir oft bestätigt bekommen. 

Nicht das Erlebnis, wenn …

… man sein ganz persönliches Notizbuch aufschlägt und der Stift geschmeidig über die noch unberührten Seiten gleitet

… man ein schön gebundenes Buch in Händen hält und erstmal den toll gestalteten Einband und das Material bewundert, das Papier fühlt, riecht und …ja, wirklich!… hört

… man einen unterhaltsamen 1000-Seiten-Schmöker oder einen übergroßen Bildband gelesen hat und beiseite legt, um ihn zu einem späteren Zeitpunkt auch wieder hervorzuholen und erneut darin zu blättern

… und auch nicht der Moment, in dem wir als Buchbinder*innen ein tolles und kreatives Projekt von unseren Kunden mitgestaltet haben und auf das fertige Produkt blicken können.

 

Angesichts dieser vielen unvergleichlichen Momente sind wir jedenfalls sehr zuversichtlich, dass wir auch in Zukunft noch viel zutun haben werden.

Impressionen



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